Karel Gott + Arnošt Lustig - Wenn sich zwei Kerle unterhalten: Lustig schreibt über Gott - Der bekannte Schriftsteller Arnošt Lustig (1926) arbeitet an einem Buch über Karel Gott (1939) - Das Ziel ist nicht so sehr ein biografisches Buch, sondern eher ein Einblick in die Gedankenwelt des Sängers - in seine Betrachtungen über Geschichte, das Leben oder die Kunst. "Auch wenn es den Anschein haben könnte, daß Arnošt Lustig aus einem anderen Milieu kommt. Ich bin froh, wenn wir uns unterhalten. Vor allem würde ich dabei gerne Lustigs Humor verwenden, um den Text aufzulockern", äußerte sich dazu Karel Gott. Den Lesern verspricht er, daß sie im entstehenden Buch etwas anderes finden werden, als sie in Interviews in Zeitungen und Zeitschriften über ihn lesen. Allerdings weist er im voraus daraufhin, daß er Fragen, die sein Privatleben betreffen, konsequent ausweichen wird. Und warum wählte Lustig als Sujet seines Buches gerade Karel Gott, Symbol der Popularität und des langanhaltenden Erfolges? "Eigentlich stand am Anfang von allem der Zufall, ein Scherz, etwas was entsteht, wenn sich zwei Kerle zusammen über Philosophie unterhalten. Auf der einen Seite ist die Sicht des Schriftstellers, auf der anderen die des Sängers, der Millionen unterhält", beschreibt Lustig die Umstände der Entstehung des Buches: "In meinen jungen Jahren war ich Reporter und habe von den unterschiedlichsten Leuten, die unterschiedlichsten Ansichten über die Welt erfahren, ob es nun Arbeiter oder Taucher waren. Gott ist eine prominente Gestalt, allerdings ein Mensch einfacher Herkunft, der Ritter und später König wurde. König des tschechischen Popgesangs. In jedem Fall ist das für mich sehr instruktiv", und Lustig fügt hinzu: "Ich habe festgestellt, daß Gott ein interessanter Mensch ist, der nicht nur über Musik reden kann, sondern beispielsweise auch über Geschichte prononcierte Ansichten hat." Als Beispiel führt er Gotts Auffassung von einer Welt an, welche auf den Pfeilern einer allgemeinen Verschwörung steht, wobei alle Meilensteine der Geschichte das Ergebnis einer vorherigen Absprache sind. Gotts Betrachtungen wird Lustig mit eigenen "Nachträgen" zum Thema Kunst und Business oder Kunst und Politik ergänzen. Das Erscheinungsdatum des Buches wurde bis jetzt noch nicht festgelegt. Laut Lustig wird es kein Wälzer, sondern ein Buch von achtzig Seiten.