Die beliebte slowakische Frauenzeitschrift
„Madam Eva“ hat in ihrer Juliausgabe unter der Überschrift „An die Ehe habe ich nicht geglaubt“ ein großes Interview mit Karel Gott abgedruckt. Falls Sie diese Zeitschrift beziehen möchten, können Sie an die folgende Adresse schreiben: MADAM EVA, Lenka Opaterová, Prievozská 14, Bratislava, Slovenská Republika oder an die E-Mail-Adresse: madameva@ringier.sk. Übrigens können Sie sich das Interview weiter unten durchlesen:

Madam Eva Exklusivinterview

Ich habe nicht an die Ehe geglaubt
Text: Timea Keresztényiová
Foto: Petr Adámek, Dušan Køístek

Ich dachte, ich wäre nach so vielen Jahren journalistischer Tätigkeit abgehärtet. Dass die Zeiten vorbei sind, in denen ich stumm vor Lampenfieber war und ich mich mit dem Ellenbogen abstützen musste, damit das Zittern meines Diktaphons nicht zu sehen ist. Bei der goldensten aller goldenen Stimmen habe ich mich zwar mit der ganzen Hand aufgestützt und fast kein Wort herausgebracht, aber ich kann auf eine Reihe mildernder Umstände verweisen! Die blauen Augen. DIE STIMME! Der Respekt.
Karel Gott hat uns ein Interview gegeben, welches Sie woanders nicht zu lesen bekommen.

Jeder von uns sagt sich, dass er die Fehler seiner Eltern ganz sicher nicht wiederholen wird, wenn er einmal selber ein Kind hat. Welche Fehler haben Sie bemerkt?
Bei der Elternschaft geht es um Ausgewogenheit, der eine wie der andere hat seine Aufgabe. Jemand muss die Rolle des Strengen übernehmen. Vater wollte, dass aus mir etwas Ordentliches wird, ein Handwerker oder ein Elektroingenieur. Na und die Mutter förderte in aller Stille den Künstler in mir. Ob es nun die Malerei war oder das Singen... Vater hat mich gewarnt: Singen kannst du am Wochenende irgendwo am Lagerfeuer, aber während der Woche bleibe hübsch bei deinem Handwerk. Das langt dir ganz sicher bis zur Rente. Aber von ihm habe auch die starke Selbstdisziplin, welche meiner Meinung nach zu einem Künstler auch gehören sollte. Denn wenn der Künstler ein unzuverlässiger Chaot ist oder anfängt zu trinken und sich darauf zu verlassen, dass er schon seinen Fanklub hat, hält er nicht lange durch.
An dem Abend, als ihre Mutter starb, mussten Sie im ausverkauften Lucerna-Palast singen. Und Sie sind gegangen und haben gesungen. Woher haben Sie die Kraft genommen?
Hier geht es nicht um Kraft. Es geht darum, nicht herumzusitzen und darüber nachzudenken. Das ist nur eine Frage der Konzentration. Ich habe diesen Weg gewählt, so wie in der bekannten Oper... Lache Komödiant, egal wie dir zumute ist. Die Umstände wollten es, dass ich ein Konzert in Deutschland hatte, obwohl meine Mutter gestorben war. Aber während meiner Karriere passierte es oft, dass ich bei der Nachmittagsprobe kaum reden konnte und am Abend aufgetreten bin, obwohl ich mich schrecklich fühlte. Die Leute dürfen nicht mitbekommen, dass man krank oder traurig ist. Es interessiert sie nicht. Manchmal habe ich überlegt, soll ich es Ihnen sagen? Aber ich habe es nie getan. Sie haben mich nicht für das Heulen oder Räuspern bezahlt, sondern für die Leistung, die sie von den Platten oder den CD’s her kennen. Bei Sportlern ist diese Art von Professionalismus genauso unverzichtbar. Es interessiert niemanden, ob ihnen an dem Tag der Zahn weh tut. An einem Tag sind sie die Lieblinge, am nächsten, wenn sie nicht gut spielen, werden sie von den Fans verdammt.
Wie fühlt sich eine Künstlerseele, die eigentlich aus Zwang das Fach eines Elektromonteurs erlernt?
Die Fabrik, in der ich gearbeitet habe, steht schon lange nicht mehr, aber in der O2-Halle, welche an ihrer Stelle steht, habe ich schon ungefähr zehn Mal gesungen. Ich glaube an die Kraft der Gedanken. Auch damals, als ich noch dort arbeitete, habe ich erklärt: „Ich werde in Las Vegas singen!“ Und alle haben gelacht. Alle. Der Karel ist aber verrückt, haben sie geflüstert! In Las Vegas??!!! Acht Jahre später habe ich ihnen in die Fabrik eine Ansichtskarte geschickt. Oder als ich den Elvis-Chor „The Jordanaires“ gesehen habe, 1977 auf seinem letzten Konzert, habe ich mir gesagt, dass ich mit diesem Chor auch einmal singen werde. Zwei Jahre später war ich in Nashville und habe mit den Jordanaires gesungen. Ich bin überzeugt, wenn man sich etwas in den Kopf setzt, dann erreicht man es. Genauso hat mir, als ich anfing, jeder gesagt: „Rechne damit, dass spätestens in den Dreißigern Schluss sein wird.“ Danach kämen die jungen Burschen und würden mich mit ihren neuen Hits wegfegen. Und wie Sie sehen... (er lächelt)
Wir sehen. Heute gelten Sie als nationales Kleinod der beiden geteilten Staaten. Haben Sie es immer geschafft über den Dingen zu stehen und abzuwinken im Sinne von C´est la vie?
Ich habe immer an mich geglaubt. Geglaubt, dass es die Avantgarde ist, welche alle Chancen hat. Dann habe ich aufgrund eines einzigen Auftritts auf dem Festival „Bratislavská lyra“ einen Vertrag bei Polydor erhalten und dort bin ich noch heute! Nach 44 Jahren! Das sind alles Zufälle, ein Zusammentreffen verschiedener Umstände. In einer einzigen Sekunde lenken sie das Leben in eine völlig andere Richtung, als man dachte.
An das Schicksal glauben Sie also offenbar nicht.
Nein. Ich glaube an Zufälle. Ein Zufall war es, dass sich meine Eltern irgendwo getroffen und verliebt haben, dass sie heirateten und sich entschlossen, Kinder zu bekommen. Und dass von Millionen von Spermien, sich genau das eine zu dem Ei durchgekämpft hat und dass aufgrund der Umstände ich das war. Soll ich das so verstehen, dass so ein Szenario geplant sein kann?!
Heutzutage ist das Showbusiness weniger Show und mehr Business. War das früher einmal anders?
Damals haben wir es geschafft, innerhalb von 14 Tagen eine Platte zu produzieren! Wie Semmeln in der Bäckerei. Und Singles? Wenn mir ein Lied gefallen hat, habe ich den Dirigenten des Tanzorchesters (Tanzorchester des Tschechoslowakischen Rundfunks) angerufen, Jiøí Štaidl hat in der Nacht den Text geschrieben, das Ganze wurde arrangiert, das Orchester war bis zum Mittagessen mit den Aufnahmen fertig, ich begann nach dem Mittagessen und oftmals war es so, dass Štaidl im Nebenzimmer noch an der dritten Strophe schrieb!!! Mit anderen Worten, ich habe gesungen und ahnte nicht, wie die Geschichte ausgehen wird... Danach wurde es abgemischt und am Abend konnte man die Single bereits im Rundfunk hören. Wir haben wenig verdient, aber es war so viel Freude dabei! Wir waren im ewigen Wirbel der Musik.
Ist ihr Leben ein Weg durchs Paradies [der Titel eines Liedes von Karel Gott, d.Ü.]?
Nein, aber es muss so aussehen. Ansonsten wäre das Publikum enttäuscht ... (er lächelt) Wenn ich Ihnen erzählen würde, wie dornig und steinig der Weg ist, dann wäre das wohl nichts für ihre Leser.
Das wäre schon etwas. Wir gehen doch auch auf solchen Wegen.
Ich empfinde das so. Frauen wollen Romantik, darauf beruht der Erfolg. Sie möchten das Leben mit einem Partner verbringen, mit dem sie etwas Schönes erleben können. Nicht nur heiraten, Kinder bekommen, und wenn sie schlafen, dann zusammen mit dem Ehemann vor dem Fernseher... Frauen sehnen sich nach der Vorstellung, dass es ein Weg durchs Paradies sein muss. Und mit mir? (er lächelt) Ich sehe es in den Augen der Mädchen und der Frauen, manchmal auch in den Augen der Mütter… Als würden sie sich sagen: „Das wäre ein Leben für meine Tochter! Sie würde mit ihm durch die Welt reisen und das Leben genießen.“
Ist es schwer, es mit Ihnen auszuhalten?
Meiner Meinung nach nicht. Ich habe mich immer bemüht einen guten Eindruck zu hinterlassen, auch nach der Scheidung. Und ich denke, dass mir keine Frau Vorwürfe macht, und keine von mir sagen kann, ich wäre ein Schuft gewesen.
Das stimmt, über Sie sind ausschließlich positive Legenden im Umlauf.
Wirklich?
Ich schwöre.
Wissen Sie, viele haben mich gefragt, ob ich durch die Heirat nicht Fans verloren habe. Aber das Gegenteil ist richtig! Früher wäre das sicher anders gewesen, aber jetzt bekomme ich sogar Briefe, in denen steht "Es war schon an der Zeit", "Wir gönnen es ihnen", "Sie haben es sich verdient" und so ähnlich.
Und dabei waren sie vor noch nicht allzu langer Zeit der gefragteste alte Junggeselle. Welchen Fehler haben die Anderen vor Ivanka gemacht?
Da waren keine Fehler. Ivanka machte ähnliche Dinge, sie begann im Haus auf einmal die Sachen zu verändern... (er lacht)... Direkt das Gleiche. Ich war einfach nicht reif für die Ehe. Und ich war ernsthaft der Meinung, dass die Ehe das Ende meiner Karriere bedeuten würde.
Warum?
Das kann doch nicht zusammen klappen. Bei Ivanka war die Zeit reif, ich erwartete mit ihr zusammen das zweite Kind, weitere zwei waren schon erwachsen, wie hätte das ausgesehen?! Und außerdem, jetzt koste ich es endlich aus. Ich habe schon so viel gesungen, dass ich auch, wenn ich kürzer treten würde, was aber nicht eingetreten ist, sagen könnte, dass ich meinen Teil schon geleistet habe und jetzt die Familie, die Ausflüge und all die „normalen“ Dinge genießen darf. Zu reifen bedeutet auch, das Vertrauen zu haben, dass es funktionieren wird. Dass wir das schon 8 Jahre lang ausprobiert hatten und uns sagten: „In Ordnung, ich akzeptiere dich. Auch deine Fehler, auch dein Nomadenleben.“
Auch die Vergangenheit mit den angeblich 462 Geliebten...?
So eine Zahl würde ich im Leben nicht in die Welt setzen! Auch nicht, wenn es die Wahrheit wäre. Weil das Angeberei ist, wissen Sie? Sich demonstrativ zu loben, so bin ich nicht.
Das kam mir gleich verdächtig vor. So nach der fünfunddreißigsten muss es doch langsam anfangen unübersichtlich zu werden?!
... (er lacht) Ich muss mich verlieben. Anders weiß ich es nicht. Anders würde es bei mir gar nicht funktionieren!
"Es"?
Ja, es. Übrigens, gerade darum hatte ich nicht geheiratet, damit die Verliebtheit nicht erlischt. Weil das die zweite Sache ist, wegen der ich nicht an die Ehe geglaubt habe. Auf einmal kommt der Alltag mit den prosaischen Problemen... Warst du dort? Hast du das abgeschickt? Gehst du zu dieser Behörde? Wann gehen wir einkaufen? Wohin gehst du wieder? AUS! Das Ende der Romantik, der Arien unter dem Balkon…
2003, als Sie einen Schlaganfall erlitten, hat Ihnen Ivanka faktisch das Leben gerettet. Hat Sie das noch weiter zusammengeschweißt?
Wenn Sie die Briefe gesehen hätten, die sie erhielt... Glauben Sie, dass das jemand anerkannt hat? Freunde und Nahestehende schon... Aber in den Briefen der Frauen standen Sätze wie "Pff, na das hätte ich auch gekonnt", "Nun das ist doch nichts besonderes, das ist eine Selbstverständlichkeit".
Ihre Ehefrau ist 36 Jahre jünger. Haben Sie sich über die Zukunft ausgesprochen? Hat ihre Frau nicht übertrieben viel Angst um Sie?
Ja, das hat sie. Vorher war es im normalen Bereich. Aber seit wir Kinder haben, denken wir oft zusammen daran, was sie wohl für ein Leben erwartet, wenn ich nicht mehr dasein werde. Daher sage ich ihnen andauernd: „Weiber, nehmt Euch einen Eishockey- oder einen Fußballspieler!“ (er lacht) Ich scherze. Wir unterhalten uns aber darüber, was alles verändert werden muss, damit wir wenigstens die Regiekosten abdecken... Ich weiß wirklich nicht, ob meine Frau das bewältigen wird, wenn mir etwas passiert.
Und denken Sie daran: „Was wenn etwas passiert“?
Ich denke vor allem daran, was überhaupt passieren wird. Allgemein, mit der Welt, nicht nur mit mir. Die Zukunft sieht in vielerlei Hinsicht ziemlich schlimm aus. Wenn ich heute irgendeine seriöse Zeitung aufschlage, überspringe ich gleich, wie sich all die Politiker streiten, und lese gleich die Seiten für Ökonomie und Business. Dort stehen sämtliche Antworten. Sie erfahren dort ziemlich genau, auch zwischen den Seiten, in welchem Zustand sich die Welt befindet, zum Beispiel auch, wer an der Krise verdient hat...
Die Zukunft Ihrer Töchter scheint mir aber so düster nicht auszusehen. Immerhin haben schon unsere Mütter Karel Gott gehört und die heutigen Zwanzigjährigen hören auch Karel Gott. Ihre Lieder sind das herausragende Phänomen in der Geschichte der tschechoslowakischen Popmusik.
Glücklicherweise hat sich gezeigt, dass sie gleichsam ihren eigenen Planeten hat und dass sie allem anderen zum Trotz lebensfähig ist.
Abgesehen davon, dass Sie singen, malen Sie auch wunderschöne Bilder. Das muss eine großartige psychische Hygiene sein, es entweder in einem Lied auszudrücken oder auf die Leinwand zu bringen.
Malen ist für mich das Bedürfnis nach einer anderen künstlerischen Ausdrucksform als einer Art Ausgleich. Diese Form ist für mich der absolute Gegenpol zum Singen. Das Showbusiness ist genau das erwähnte „Lache Komödiant“ und beim Malen geht es darum, dass ich heute einen Einfall und Lust zum Malen habe. Und wenn es nicht klappt, dann passiert überhaupt nichts. Dann schmeiße ich halt die Leinwand weg. Da ich kein professioneller akademischer Maler bin, treibt mich niemand. Ich muss gar nichts. Ich habe auch keine Leute, die die Bilder für mich herstellen, wie sie Maler üblicherweise haben, denn die Kunst ist der Einfall selbst und zur Fertigstellung benutzten auch die großen Meister ihre Schüler. Ich bin stolz darauf, dass ich bis ins letzte Detail alles selber mache. Und darum male ich immer in der Nacht und brauche für einige Bilder ein bis zwei Jahre.
Was kann Sie heute noch zur Aufnahme eines neuen Albums bewegen?
Die pure Freude an der Musik. Das ist bei meinem neuen Album „Lidovky mého srdce“ [Volkslieder meines Herzens, d.Ü.] der Fall. Keine Kalkulationen, Marktanalysen oder Marketingstrategien! Mir kam die Idee, einfach zum Wesen der Musik zurückzukehren. Heutzutage wird schrecklich lange spekuliert. Es kann zwei Jahre dauern, bis die Aufnahmen für ein Album fertig sind. Wie komme ich nur an Lieder, die mir gefallen und mit denen ich zufrieden bin...! Vor allem Texte lehne ich ab. Viele sind leer und ich möchte Inhalt. Ich kann nicht mehr über alles Mögliche singen. Wie würde das aussehen, wenn ich, ich weiß nicht, zum Beispiel über die scharfen Mädchen am Strand singen würde? Man würde mich doch für einen Perversen halten.
Sie haben mit den herausragenden Größen der Musikszene zusammengearbeitet. Wie empfinden Sie die Tatsache, dass viele von ihnen vorzeitig von uns gegangen sind? Zu letzt zum Beispiel Petr Muk...
Wissen Sie, der Grund war bei jedem anders. Wir wussten von den Problemen, die Petr hatte. Ich kenne Menschen mit einer ähnlichen Diagnose und weiß nur eins – dass man auf sie nicht anstoßen darf. Auch wenn ich nie gesehen habe, dass er schwankt oder ähnliches. Petr war auch ein Bonvivan, wir hatte immer etwas, worüber wir reden konnten, er interessierte sich für sehr ähnliche Dinge wie ich. Dafür was die Ursache dieser Dinge, der Hintergrund der Geschehnisse ist...
Versuchen Sie gesund zu leben?
Ich habe so eine Theorie, dass der Körper, also der Organismus, das selber mitteilt. Zum Beispiel meldet er sich, dass ich etwas Süßes brauche. Dann überlege ich nicht, ob ich davon zunehme oder nicht. Wenn mein Organismus befiehlt „Wir gehen Kaffee trinken“, dann gehen wir. Und dann sagt mir wieder der Körper „Iss das nicht“. Wenn ich in ein Restaurant gehe und angebranntes Öl rieche, zum Beispiel von den Pommes frites, wird mir richtig schlecht. Und dabei haben die Kinder das am liebsten! Aber wenn ich mir zu Hause ein schönes frisches Schnitzel brate, stört es mich nicht.
Sie wissen, wie man ein Schnitzel macht!?
Das kann doch wohl jeder. Klopfen, panieren und in die Pfanne legen, nicht?
Dann können Sie heiraten.
Allerdings, ich frage mich, ob mich Ivanka nicht gerade aus diesem Grund geheiratet hat.
Können Sie unterscheiden, zwischen denen, die Sie des Ruhmes oder des Geldes wegen verfolgen, und denen, die sich für Ihre Person interessieren?
Das kann man nicht erkennen. Bei Ivana habe ich es daran erkannt, dass Sie meine Lieder und meinen Gesang nicht besonders mochte und im Auto am liebsten Petr Muk hörte! Also habe ich mir gesagt, dass da nur übrigbleibt, dass sie mich offenbar als Mann mag. Sie war nicht eine meiner fanatischen Bewunderinnen. Das Geld war auch nicht der Grund, weil ich Schulden habe...
... Schulden? Sie? Das glaube ich nicht.
... (er lacht) Mein Besitz ist mit allerlei Verbindlichkeiten belastet, aber bei wem heutzutage nicht...
Sie können sich nicht erlauben, nur noch das zu machen, was Sie möchten?
Nein, das Leben ist voller Kompromisse…
Wie ist es Ihnen gelungen nach so vielen Jahren des anhaltenden Ruhmes so zu bleiben, wie Sie sind? Galant, charmant und mit beiden Füßen auf dem Boden stehen?
Das ist nur Disziplin, welche daraus erwächst, dass ich an keine Sicherheiten glaube. Ich halte meinen Kurs und denke nicht an morgen, sondern schon daran, was in einem halben Jahr sein wird. Ich habe schon einen Plan, wie meine Herbsttournee aussehen wird. Wie das Repertoire sein wird. Ich glaube daran, dass ich gesund sein werde und der Glaube führt zur Überzeugung, dass es so ganz sicher kommen wird.

Karel Gott ist eine lebende Legende und der populärste Sänger in der Geschichte Tschechiens und der Slowakei. Er absolvierte eine Lehre als Elektriker und war aufgrund seines neuartigen Ausdrucks bei den Kritikern zuerst nicht sehr beliebt. Aber in den 60zigern steigt seine Popularität beim Publikum und nach einem Engagement in Las Vegas kehrt er nach Hause zurück, um den musikalischen Olymp zu erobern, was ihm in Rekordzeit auch gelingt. Der 35-fache Gewinner der „Goldenen Nachtigall“ hat bis zum heutigen Tag mehr als 50 Millionen Platten verkauft und ungefähr 1800 Lieder aufgenommen. Er hat die Töchter Dominika, Lucie, Charlotte Ella und Nelly Sofie und heiratete 2008 seine langjährige Freundin Ivana Macháèková. Karel Gott ist auch weiterhin aktiv, gibt Konzerte und wird schon im Herbst, zusammen mit der weltberühmten Sopranistin Eva Urbanová, auf Tournee gehen - mit Konzerten in Bratislava, Žilina und Košice.